Die BILD der Frau macht wieder Werbung für ihren Preis "Die goldene Bild der Frau". Mit dabei: Bettina Landgrafe, "die nach Afrika zog, um Kinder aus der Sklaverei zu retten"
-soweit das Thema. Ich möchte an dieser Stelle weder über den Preis noch über Frau Landgrafes Engagement reden. Mich interessiert einzig folgendes:
Geht es nur mir so, oder ist dieses Plakat in seiner Gesamtheit eine Ausgeburt der Ansicht weißer Überlegenheit gegenüber dem "schwarzen Kontinent"?

Das fängt an mit der Bildgestaltung (eine weißere Frau vor einem schwärzeren Hintergrund wäre kaum möglich gewesen). Das allein ist nicht unbedingt ein Grund zur Sorge. Auch die anderen vier Kandidatinnen sind im gleichen Layout abgebildet. Aber im Zusammenspiel mit dem Slogan "Eine glückliche Kindheit muss Menschenrecht sein – auch in Afrika" erinnert mich das fürchterlich an die wirklich schlechte UNICEF Kampagne von vor einigen Jahren, in der weiße Kinder "eingefärbt" wurden (zB hier nachzulesen).
"Auch" in Afrika? Ernsthaft? Mal davon abgesehen, dass "eine glückliche Kindheit" jetzt nun wirklich das absolute Stereotyp ist- diese Formulierung schreit doch geradezu nach "Dritte Welt"-Propaganda. "Selbst in Afrika, diesem rückständigen Kontinent" klingt es da für mich durch, und ich frage mich ernsthaft, ob diese Lesart sich nicht nur mir so erschließt, sondern auch, wenn ja, ob die BILD der Frau sich darüber einen einzigen Gedanken gemacht hat.
Deshalb: Reaktionen erwünscht! Wie geht es euch damit? "White Saviour" Mentalität? Oder alles halb so wild?
Ich hoffe sehr auf einige aufschlussreiche Kommentare!

Liebste Grüße

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