Grenzen

Es ist leichter über mich zu reden
als ich zu sein

Ich mache mir Sorgen, sage ich
und womöglich habe ich sogar Angst
die Logik der Worte geht mir leicht über die Lippen
und auch durch den engen Hals

Wir geben Dinge von uns preis
die uns nicht preisgeben

Es ist so viel leichter darüber zu reden
dass wir die Farben anders wahrnehmen
diese wundersame Subjektivität objektiver Dinge
als dich zu fragen
wie du das rote Blut meiner Adern siehst

Wir reden von gestern
und meinen das heute
damit zu beschreiben
als sei alles bloß eine Folge
vielleicht noch eine Summe
aber sicher kein Produkt
dessen Variablen unsicherer Potenzen
fern jeder Wahrscheinlichkeit liegen

Wie lernt man
zu akzeptieren
dass Grenzen gemeinsame Linien sind?

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