What it is

What it is

Long it is
too long to grasp
but long
to get hold
I still do

Still standing
I am
just as long as it is not

How can I be blind
to something that never passes but always passes by
continuously caressing and compressing me
so that I feel lighter
and heavier
with each little bit
that presses into me

The more I strive
against
the more
I dive
down deep
too deep
But reaching the bottom: impossible

A seeress I am
oblivious of reason
forced to observe
what doesn’t show
what takes and gives
and in the end what fails the one who lives:
the more I get
the more I lose.

Must I digress
in order to find
order in time?

Because
What is time
If not the place where my body strikes my consciousness
Where I become to overcome mere being
Where I linger
resting
and waiting
to see?

Stillleben mit Obst

Wenn dir mein Apfel nicht gefällt, dann rüttel halt nicht am Baum.
Und wenn du Orangen nicht magst,
dann wird dir auch der Saft nicht schmecken,
egal wie viel Honig um deinen Mund geschmiert wurde.

Sei doch froh dass du mich als Kind noch nicht kanntest,
denn Streuselkuchen war eh nie dein Ding.
Du warst eher der Typ,
der sich die Rosinen aus dem Kuchen gepickt hat
das sei gesund
aber mittlerweile denke ich, es war bloß so, dass du nie in den sauren Apfel beißen wolltest
-obwohl das viel gesünder gewesen wäre.

Drück mir nicht einfach eine Banane in die Hand:
Ich bin doch kein Affe.
Aber den Kopf lausen,
das würde ich dir schon gerne.
Denn was suchst du bloß immer im Spiegel?
Eier bekommt man an jeder Ecke, egal, wie faul man ist.

Unter deiner Melone
ein Kopf.
Harte Schale, weicher Kern, hab ich gedacht.
Aber eine Nuss geknackt zu haben ist nur dann ein Erfolgserlebnis, wenn sie danach nicht hohl vor einem liegt.

Traum

Traum

Ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit dem, was unseren Geist nachts beschäftigt. Das ist eines der Gedichte, das im Zuge dessen entstanden ist.

Traum

Senkt sich die Dunkelheit hernieder
erglüht mir das Licht.
Ob ich bereit bin
weiß ich
und fragt es sich nicht:
ich werde fallen.

Sanft und schaukelnd
wie ein Herbstesblatt
in mir landen
und matt dorthin gleiten
wo einst die Kirschbäume standen.

Liege reglos fliegend
auf seidenem Nass
zwischen Silberlicht und tiefstem Blau
verliere ich siegend
und weiß lang nicht mehr was.

Greife nach Luft
um nur in Gold zu schwimmen
Lungen voller Gefühl
Das Wasser brennt
Musik seh ich verglimmen

Dort, wo die sind, die lange
schon fern sind, und bleiben
wird Morgen überschätzt:
Er kann sich von Gestern
die Bilder ruhig borgen.
Ich bin doch nur jetzt.

Alles fließt
durch offene Hände
und bleibt.

Und ich frage mich: was
ist falsch und was ist wahr?
Von diesen Reisen weiß ich nur das:
Wahr ist nicht nur das, was wirklich war.