Stille // der Schnee

Schnee wünsche ich mir
in diesen Tagen

weiße dicke Flocken
die still
und sanft
eine Decke herabsenken auf die Welt
und ihren Lärm
keine Farben mehr
nur noch Formen
und alles glitzert

Auf der Straße liegt noch
der Müll von gestern
und das Sperrige versperrt den Weg
Ich hörte im Süden hat es geschneit

Hier aber wehen
leere Hüllen
in den Straßen
nur Rauschen
und den Wind der sie lenkt kann ich nicht greifen
Es ist kalt hier im Norden
und im Süden der Schnee

Es kommt nichts an

Die Verbindung ist gestört
zwischen den Enden
sagt der Techniker mit Sorgen im Blick
er rechnet und misst und berechnet
und ich fühle

Es kommt nichts an

Ich wünsche mir Schnee
Dicke Flocken
die sich auf den Boden legen
die Stimmen schlucken
Gedanken
die ich gerne senden würde
doch
Jeder Laut ist ein halbes Wort und
Jedes Wort ist ein halbes
           Reich
                An
                Unrecht im Recht

Eine weiße Decke
danach sehne ich mich
wie ein Umhang für einen Planeten
der sich um Schultern legt
-ach: Traum verschneiten Südens!

Doch
die Straße grau
der Schnee im Süden
und ich
weiß
Zwischen ach und ich nur ein kleiner Strich
Die engste Verbindung
zwischen zwei lauten
Klagen
will ich nicht

Nur
diese unerträgliche Schwere leichter Worte
ein wenig beweinen

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