Vom Leid eines Dichters

Ich wollte ein Gedicht Dir schreiben
Ein Gedicht, an und für Dich
So schwer kann das ja nicht sein, so was
zu schreiben, an und für sich-
oder nicht?
oder doch!
Ich verlor dich
im dichten Schreiben.
Ich fiel in das tiefste Loch
und fand dort
verloren!
nur mich.

Schon im Gedichte selber
das Ich in die Mitte gestellt
um alles darum zu schreiben
und damit den Anlass verfehlt

Ich dacht: es muss doch möglich sein
-ich übe mich im Verzicht-
das Ich aus allem rauszunehmen
in diesem einen Gedicht

Sprach’s und tat’s
das Reich zum Re(h)
der Teich zum Te(e)
doch bleich wurd ich dann
denn statt weich nur we(h)

Das gefällt mir nicht
wollt ich sagen
doch wieder war da ich
und Gefallen plötzlich Pflicht

Ich war nur ganz kurz aufgebracht
dann aus dem nicht die Nacht gemacht.
Hässlich wurde schön
und tödlich nie gesehn.

Die Gicht geheilt, mal eben so
obwohl ni…äh wenig leicht.
Und ohne zu zögern sagte ich
sofort ja und nie vielleicht.

Und war mir etwas viel zu schlicht
entwarf ich eine Schlacht.
Ach, da spielt ich mir nen Streich
und machte es mir viel zu leicht denn schlicht und Schlacht klingt
ähnlich
-aber es klang auch ziemlich dämlich.

Drum hab ich gesagt: betrink ich mich!
Große Künstler machen das auch.
Der Wortfluss weniger elendig
mit Wein und Bier im Bauch

Also immer man herein, fein.
Doch
als ich dann betrunken war
litt nich nur derrrrreim
sonnern auch meinö Auschsprache und dasss Mättrumm
un übbahaupt alles
witzich, nich?
und ich sprach nunnoch schluderich und sachte ständig richtich
Oh Schreck! Doppel-Ich.

Nun vielleicht war das doch eher falsch gewesen.

Es war peinlich, und dann war ich wirklich
am Ende
quasi endlich.
Ich bekam es mit der Angst zu tun und es war fürchterlich.

Die Wörter- gemein war ihr Spiel!
denn deins sollt es werden, nicht meins-
gaben auf meine Meinung nicht viel
und ein Gedicht? Noch immer keins.

So ging es weiter
Wort für Wort.
Sacht nahm ich mir die Sicht-
Und nur ein Kläger, kein Rter
und weg war auch der Dter

So ließ ich
am Ende
es bleiben
Es führte ja doch zu nichts
nur über mich zu schreiben
Ich war müde, wollte nur Ruh
Also löschte ich
das Licht
und nahm mir vollends die Sicht
und dann
hört ich dich plötzlich lachen
denn dort im Dunkel
da warst Du.

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