Der Klimawandel schreitet immer weiter voran. Mittlerweile sind immer mehr Bauern von der weltweiten Entwicklung, die unter anderem eine Steigerung der Durchschnittstemperatur und den Anstieg des Meeresspiegels zur Folge hat, betroffen. Aktuellstes Problem: die Milchpreisschmelze. Während die Temperaturen und das Wasser immer höher klettern, nähern diese sich seit geraumer Zeit dem Nullpunkt an. Für die Tourismusbranche stellt der Grund für das Leid der Bauern jedoch vielmehr eine neue Chance dar: „Wenn die Preise schmelzen, können wir in Zukunft in Milch baden,“ gibt der Pressesprecher des Dachverbandes der deutschen Reiseveranstalter zu verlauten. „Das eröffnet ganz neue Perspektiven für unseren Wirtschaftszweig. Die Touristen werden mit Sicherheit davon profitieren.“

Die Agrarindustrie kann über solche Aussagen nur den Kopf schütteln. Angesichts der Haltung diverser Politiker wird sich das Klima der Debatte auch wohl in naher Zukunft nicht ändern. Der Fraktionsvorsitzende der Gelben im Bundestag sprach im Interview mit dieser Zeitung davon, dass man auch die Vorteile des derzeitigen Geschehens in den Blick fassen sollte. „Die Erdbeersaison beginnt gerade. Wir sollten das niedrige Preisniveau nutzen, um traditionelle Werte wieder hochleben zu lassen. In dem Sinne: aber bitte mit Sahne!“

So mehrt sich nun also der Ärger im produzierenden Gewerbe. Der Vorsitzende des deutschen Milchverbandes brachte die Stimmung seiner Verbandsleute auf den Punkt: „Bei dieser hitzigen Debatte wird nicht nur die Milch sauer. Das ist doch alles Käse.“

Jetzt soll ein Milchgipfel die Lösung des Problems bringen. Indem mehrere Lagen Milch auf den Berg aufgebracht werden, soll die Schmelze der darunter liegenden Preise verhindert werden. Eine ähnliche Technik hat bereits bei dem Kampf gegen schmelzende Gletscher Einsatz gefunden: dort werden riesige Silberplanen auf den Schnee aufgebracht und sollen so den Sonneneinfall verringern und damit die Schmelze minimieren. Ob ein Milchgipfel ähnlich gute- oder gar bessere- Ergebnisse in Bezug auf die Preisschmelze erzielen kann, bleibt abzuwarten. 

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