Angesichts der Vorkommnisse der letzten vier Wochen habe ich mir folgendes Grundsatzprogramm gegeben.

 

Der April gehört nicht zum Jahr.

In seiner Ausweitung (drei Jahre hintereinander schafft er es bereits, dem März den letzten Tag zu stehlen, und diesem lediglich 28 Tage zu gönnen) und in der Präsenz einer ständig wachsenden Zahl von Aprilgeborenen sehe ich eine große Herausforderung für unsere geregelten Jahreszeiten. Ein launischer April, der unsere Frühlingslaune nicht respektiert oder sogar bekämpft, und einen Anspruch als alleiniger Monat, in dem alle vier Jahreszeiten vertreten sind, erhebt, ist mit unserem Kalender nicht vereinbar. Viele Tage des Aprils kommen jahreszeitengetreu daher und sind akzeptierte Vorboten des Sommers. Ich verlange jedoch zu verhindern, dass sich regnerische Schlechtwetterzonen mit Wolkenbergen bilden und die Sonne dahinter abschotten. Ich will verhindern, dass sich Apriltage bis zum gewaltsamen Jahreszeitenumsturz radikalisieren.

Monatskritik, auch Kritik am April, ist im Rahmen der allgemeinen Small-Talk-Regeln rechtmäßig als Teil des Grundrechts der freien Meinungsäußerung. Wettermäßige Satire und Karikaturen sind ebenfalls von der Meinungs- und Kunstfreiheit geschützt. Ich unterstütze das Bestreben von Aprilkritikern, über den April aufzuklären, Reformen innerhalb der Hoch-Tief-Forschung zu unterstützen und den April an die Temperaturen und Windverhältnisse der klimawandlerischen Moderne anzupassen.

Meteorologen fordern eine historisch-kritische Betrachtung des Aprils und seiner Wetterkapriolen, sowie den Verzicht auf eine Erhebung des Aprils auf eine Sonderstellung als Monat des Osterfestes. Ihnen und ihren Zielen gilt angesichts vielfacher Verfolgung, unter anderem durch Ostereierliebhaber, meine Solidarität.

Ich verlange, frühlingsfeindlichen Wetterauswüchsen das Herannahen wegen der Gefahr zu untersagen, dass die dort verbreite Kaltluft gegen die Gesundheit und unser Wohlbefinden verstößt und zu nasaler Tropfenradikalisierung führt.

In den Berichten der Meteorologen und Wetterforscher wird eine Reihe von Jahren aufgeführt, in denen der April sich offensiv gegen unser Bedürfnis gestellt hat, in lockerer Kleidung wieder Freiheit erleben zu dürfen, weshalb solche Vorkommnisse in Zukunft verboten werden müssen. Die Bandbreite solcher Ereignisse reicht von Gewittern, die unseren Glauben an die Stabilität warmer Strömungen für ihre Ziele ausnutzen, bis zu Hagelschauern, Schneefällen und Wirbelstürmen. Biergartenbesuche und Picknick mit Grillen werden dadurch konkret gefährdet.

Die Finanzierung des Aprils durch die Aufnahme der Osterfeiertage soll unterbunden werden. Die wachsende Einflussnahme dieses Monats in unser geregeltes Festsystem ist aufgrund seiner radikalen Tendenz nicht mit unseren Vorstellungen vereinbar.

Widder und Stier lehne ich als Sternzeichen für den April ebenso ab wie das Singen der Vögel, nach dem es außer der Paarung im Frühjahr keine anderen relevanten Ziele mehr gibt. Widder und Stier, die als Kampfestiere bekannt sind, stehen, wenn sie dem April zugeordnet werden, im Widerspruch zu einem toleranten Nebeneinander von Monaten.

Ich lehne es ab, dem April auch in Zukunft den Status einen Monats in Kalendern und Schülerplanern zu verleihen, weil er die rechtlichen Voraussetzungen nicht erfüllt. Er strebt den Monatsstatus an, um seine Macht zu stärken. Voraussetzung für den Monatsstatus ist eine ausreichende Repräsentanz, die Gewähr der Dauer sowie die Achtung der kalendarischen Jahreszeitenabfolge. Letzteres verlangt die Anerkennung der Zugehörigkeit der anderen Jahreszeiten zu ihren jeweiligen Monaten.

Ich fordere ein allgemeines Verbot der Vollverschleierung der Bäume durch Blüten und Blätter in der Öffentlichkeit. Blüten und Pollen errichten eine Belastung für Heuschnupfengeplagte und erschweren damit das Zusammenleben in der Gesellschaft. Ein Verbot ist daher notwendig und durch die Gentechnik auch praktikabel. Der Integration und Gleichberechtigung von Heuschnupfengeplagten mit anderen Menschen widerspricht der blühende Baum als Zeichen der Unterordnung des Menschen unter die Natur.

 

 

Wer sich meiner Forderung anschließen möchte, kann dies gerne tun. Ich plane die Gründung einer Organisation unter dem Namen: April- formatiere dich! ( kurz: Afd).

 

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